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Rufen Sie den Notruf 144.

Was ist ein Herz-Kreislaufstillstand?

Bei einem Kreislaufstillstand findet im menschlichen Körper kein Blutfluss mehr statt. Erfolgen nicht bereits innerhalb der ersten Minuten Wiederbelebungsmaßnahmen, ist in den meisten Fällen nicht mehr vom Überleben des Ereignisses auszugehen. Besonders das Gehirn ist auf eine ständige Sauerstoffzufuhr über den Blutkreislauf angewiesen. Innerhalb von drei bis fünf Minuten ohne Kreislauf kommt es deshalb bereits zu bleibenden neurologischen Schäden.

Wie erkenne ich einen Herz-Kreislaufstillstand?

Da die Atmung eng mit der Kreislaufaktivität verbunden ist, ist das Fehlen der (normalen) Atmung mit einem Kreislaufstillstand gleichzusetzen. Es soll nicht versucht werden einen Puls zu tasten. (Link: Atemkontrolle)

Wie soll ich die Atemkontrolle durchführen?

Zur Überprüfung der Atmung müssen die Atemwege zuerst freigemacht werden. Dabei fasst eine Hand des Helfers die Stirn und die andere das Kinn des Betroffenen. Der Kopf wird dann nach hinten überstreckt und das Ohr des Helfers – mit Blick auf den Brustkorb des Patienten – zu Mund und Nase das Patienten geführt. Danach wird für 10 Sekunden geprüft, ob Atembewegungen des Brustkorbes zu sehen sind, ob eine Atmung zu hören ist und ob Atemluft zu spüren ist (Sehen, Hören, Fühlen). Werden während dieser 10 Sekunden nicht mindestens zwei Atemzüge erfasst, hat der Patient einen Kreislaufstillstand. Besonders geachtet werden sollte dabei auf das eventuelle Vorliegen einer Schnappatmung.

Wann wende ich die stabile Seitenlage an?

Wann immer eine Person nicht ansprechbar ist und eine normale Atmung vorliegt, sollen Sie die Person auf die Seite drehen und regelmäßige Atemkontrollen durchführen. Liegt keine normale Atmung vor, starten Sie umgehend mit den Wiederbelebungsmaßnahmen!

Reicht es, nur den Notruf abzusetzen?

Nein. Das Absetzen des Notrufs ist das allermindeste, was beim Kreislaufstillstand passieren muss. Wird nicht unmittelbar mit den Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, hat dies schwere Folgen für den Betroffenen. Sofern Sie also körperlich dazu in der Lage sind, starten Sie unmittelbar nach dem Notruf mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Sie haben die Möglichkeit ein Leben zu retten und können nichts falsch machen!

Kann ich etwas falsch machen?

Nein, das einzig Falsche ist, nichts zu tun. Auch wenn der Patient noch einen Herzschlag hat, schaden Sie ihm nicht.

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drücken

Drücken Sie kräftig und schnell in die Mitte des Brustkorbs: mind. 100 mal pro Minute.

Wo muss ich bei der Herzdruckmassage drücken?

Suchen Sie die Mitte des gesamten Brustkorbes auf und legen sie die Hände – bei durchgestreckten Armen – senkrecht auf das Brustbein.

Wie schnell muss ich drücken?

Drücken Sie etwa mit einer Frequenz von 100 bis 120 Herzmassagen pro Minute. Das ist etwas weniger als zwei mal pro Sekunde.

Wie tief muss ich drücken?

Drücken Sie so fest, dass Sie ca. ein Drittel des Brustkorbs komprimieren. Hierbei können Rippen brechen, was vollkommen normal und nicht gefährlich ist.

Wie lange muss ich die Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen?

Führen Sie die Wiederbelebungsmaßnahmen solange durch, bis der Rettungsdienst eintrifft. Es kann sein, dass der Patient im Rahmen der Wiederbelebung unkoordinierte Bewegungen macht oder eine Schnappatmung entwickelt. Dies sind Zeichen für eine gute Wiederbelebung, allerdings darf daraus nicht geschlossen werden, dass der Patient wieder einen Kreislauf hat. Die Wiederbelebung ist deshalb trotzdem fortzusetzen.

Kann ich dem Betroffenen durch Wiederbelebungsmaßnahmen schaden?

Nein. Sie können absolut nichts falsch machen. Bei der Durchführung der Herzdruckmassage passiert es regelmäßig, dass Rippen brechen, was aber vollkommen ungefährlich ist. Auch durch die Defibrillation können Sie dem Betroffenen nicht schaden, da die Geräte nur Schocks freigeben, wenn diese erforderlich sind.

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Falls ein Defibrillator vorhanden ist, schalten Sie diesen ein und befolgen Sie die Anweisungen.

Wo soll ich die Defibrillator-Elektroden anbringen?

Bringen Sie eine Elektrode am Brustkorb über der rechten Brust und die zweite auf der linken Seite des Brustkorb auf Höhe der Brust an. Die korrekten Positionen sind auch auf den Rückseiten der Elektroden gekennzeichnet.

Woher weiß ich, wann ich am Defibrillator einen Schock auslösen muss?

Der Defibrillator (AED) gibt Ihnen Sprachanweisungen und sagt Ihnen genau was sie tun müssen. Auch der Zeitpunkt zu dem sie einen Schock auslösen müssen, wird Ihnen mitgeteilt. Zudem können Sie das nur tun, wenn dieser vom Defibrillator freigegeben wird. Es besteht also zu keiner Zeit eine Gefahr für den Patienten.

Soll ich die Wiederbelebungsmaßnahmen unterbrechen, wenn ein zweiter Helfer die Defibrillator-Elektroden anbringt?

Nein. Sofern es Ihnen möglich ist, setzen Sie die Wiederbelebung weiter fort. Halten Sie generell Pausen so kurz wie möglich.

Soll ich auch einen Defibrillator zur Anwendung bringen, wenn der Betroffene einen Herzschrittmacher hat?

Ja. Ein Herzschrittmacher stellt hierfür kein Hindernis dar.

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